Die Liebe ist der Schlüssel zu einer erfüllten Sexualität

Seit jeher sehnt sich der Mensch nach einer befreiten Sexualität, die er in seiner individuellen Befriedigung erfüllt sieht. So löste sich unsere Sexualität aus festgesetzten Normen, wie der Ehe zwischen Mann und Frau und wurde gleichsam zu einem Spielball der Lust, deren Befriedigung unser Verhalten und damit unsere gesellschaftliche Moral bestimmt. Ein elementares Grundprinzip dieses Spieles ist, dass keine Verpflichtungen eingegangen werden. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Sexualität bleibt auf die penible Unterweisung und Verwendung von Verhütungsmitteln beschränkt. Doch besteht eine erfüllte Sexualität wirklich in ihrer Befreiung?

Wir lernen, wie man lustgetrieben was wohin stecken und sich durch Verhütung unerwarteter Folgen entziehen kann. Wir lernen aber nicht, was unsere Lust motiviert und in der Sexualität seine Befriedigung sucht. Das Aufregende am Sex ist nämlich nicht der Sex, sondern das Lustobjekt, von dem ich mir die Erfüllung meiner Bedürfnisse erhoffe. Dabei sucht jeder Mensch zwei Grundbedürfnisse zu stillen: In seiner Person wertgeschätzt und als solche angenommen zu werden.

Da unsere Sexualität auf eine individuelle Bedürfnisbefriedigung ausgerichtet ist, bestehen unsere Beziehungen in vielen Fällen aus einem Nehmen anstatt Geben. Wertschätzung und Annahme der eigenen Person können wir jedoch nur über Beziehung empfangen. Was auf lange Sicht bleibt, ist somit keine erfüllende Befriedigung unserer Lust. Eine erfüllte Sexualität ist nur durch die Liebe möglich. Denn die Liebe zeichnet sich nicht durch Nehmen, sondern durch Geben aus. Doch die Liebe ist nur so stark, wie die Personen, die sie verbindet. Deshalb ist es so wichtig, dass junge Menschen eine starke und gesunde Persönlichkeit entwickeln.