Das Verstehen von Geschlechtlichkeit und Sexualität ist der Schlüssel zu gelingenden Beziehungen

Im Spannungsfeld zwischen Fortpflanzung und Lust haben sich im Laufe der westlichen Menschheitsgeschichte die Bedeutung von Geschlechtlichkeit und Sexualität und damit die zwischenmenschlichen Beziehungsformen immer wieder geändert. Mit der sexuellen Revolution im 20. Jhd. kam es zu seinem schlagartigen Wechsel von einer Tabuisierung der Sexualität zu einer Übersexualisierung. Wo es zuvor kaum zu Aufklärungsgesprächen im Elternhaus kam, wurde nun vor allem durch die Medien zu sexuellem Experimentieren aufgefordert. Doch damals wie heute haben wir Menschen wenig darüber verstanden, warum wir geschlechtliche Wesen sind, was Sexualität eigentlich ist, und wie zwischenmenschliche Beziehungen gelingend gelebt werden.

Als Beziehungswesen ist der Mensch auf Liebe angewiesen. Überall dort, wo entweder die Fortpflanzung oder die Lust als Mittel zum Zweck der Sexualität dient, steht nicht die Liebe im Mittelpunkt der zwischenmenschlichen Beziehung. Unsere Sehnsucht bedingungslos um unser selbst willen angenommen und wertgeschätzt zu werden, bleibt unerfüllt. Eine erfüllte Sexualität ist daher nur durch die Liebe möglich. Doch die Liebe ist nur so stark, wie die Personen, die sie verbindet. Deshalb ist es so wichtig, dass junge Menschen eine reife Persönlichkeit entwickeln.